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Umsatzplanung

Beginnen Sie Ihre Planung mit dem schwierigsten Teil, der Umsatzplanung.
 
Produkte oder Dienstleistungen
Stellen Sie fest, welche Produkte oder Dienstleistungen Sie verkaufen wollen und organisieren Sie sehr viele Produkte zu Produktgruppen.

Mengen
Legen Sie die Mengen der zu verkaufenden Produkte fest und beachten Sie
die Möglichkeiten Ihres Betriebes. Für einen produzierenden Betrieb sind dies
die Stückzahlen, die mit den vorhandenen Maschinen hergestellt werden kön-nen. Bei einem Handwerks- oder einen Dienstleistungsbetrieb ergeben sich die Mengen aus der Summe aller zur Verfügung stehenden Arbeitsstunden Ihrer Mitarbeiter.

Preise
Bevor Sie Ihre Preise festlegen, sollten Sie sich unbedingt am Markt orientieren und die Preise Ihrer Mitbewerber ermitteln. Das ist deshalb unbedingt erforderlich, weil Sie sich mit zu hohen Preisen aus dem Markt kalkulieren könnten. Für Ihre Umsatzplanung haben Sie folgende Möglich-keiten:
 
Aufzählung

Über produzierbare Mengen zum Maximalumsatz

Aufzählung

Über den Rohgewinn zum Mindestumsatz eines Handelsbetriebes

Aufzählung

Über die Stundensatzkalkulation für einen Handwerksbetrieb

Aufzählung

Nach dem Marktvolumen in Ihrem Absatzgebiet.
 

1. Über produzierbare Mengen zum Maximalumsatz:
Sie können den Maximalumsatz ermitteln, indem Sie die herstellbaren Mengen
mit den Marktpreisen multiplizieren. Bei dieser Methode der Umsatzplanung können Sie jedoch nicht davon ausgehen, ob Ihre produzierten Mengen auch
wirklich "verkaufbar" sind. Sie können dies insofern korrigieren, indem Sie mit einer geringeren Auslastung Ihrer Kapazitäten als 100 % kalkulieren. Infor-mationen zur branchenüblichen Kapazitätsauslastung in Ihrer Region erhalten Sie u.a. über die Kammern.
 
2. Über Rohgewinn zum Mindestumsatz eines Handelsbetriebes:
Ihr zuständiger Fachverband, die Kammern, Unternehmens- und Steuer-berater und Ihre Hausbank verfügen über Branchendaten. Dort können Sie den für Ihre Branche durchschnittlichen Rohgewinn erfragen. Ermitteln Sie daraus dann nach folgender Rechnung den Mindestumsatz:
 
Rohgewinn in x 100   =  Mindestumsatz
Rohgewinn in %
 
3. Über Stundensatzkalkulation für Handwerksbetrieb oder Dienst-leister:
Personalkosten sind hoch. Überlegen Sie daher ganz genau, welcher Perso-naleinsatz für Ihr Unternehmen unabdingbar ist.
 
Es gibt heute diverse Möglichkeiten des "Outsourcing" (Auslagerns von Tätigkeiten); insbesondere im kaufmännischen Bereich. Gerade am Anfang Ihrer unternehmerischen Tätigkeit, die geprägt ist von Investitionen und Ausgaben
lohnt es sich erst recht, gut ausgebildete, kompetente und zuverlässige Part-
ner für Ihre organisatorischen, verwaltungs-, vertriebs- oder verkaufstechni-schen Aufgaben, für die Buchhaltung, den Telefondienst, ge
zielte Werbeak-
tionen wie Flyer oder Mailings einzusetzen. Diese erfahrenen Fachkräfte be-
zahlen Sie nur für die erbrachte Leistung. Sie sparen Personalkosten, und haben keine "Sorgen" bezüglich eines Ausfalls Ihrer Büromitarbeiter wegen Urlaub, Krankheit oder Schwangerschaft, (dazu unser Tip !).  
 
Ermitteln Sie die Arbeitsstunden, die jeder Mitarbeiter Ihres Betriebes dem
Unternehmen im Jahr zur Verfügung steht nach folgendem Schema:
 
  Kalendertage

. / .

Samstage / Sonntage / Feiertage

. / .

Urlaubstage

. / .

Krankheitstage
=

Arbeitstage

x

vereinbarte tägliche Arbeitsstunden

=

verkaufbare Arbeitsstunden je Mitarbeiter und Jahr

+

Sicherheitsaufschlag für Nacharbeiten, Stillstands-zeiten von z.B. 10 - 20%

=

verrechenbare Stunden je Mitarbeiter und Jahr

x

Anzahl der Mitarbeiter

=

Summe der verkaufbaren Stunden insgesamt pro Jahr

x

branchenüblicher Preis für eine Handwerkerstunde (fragen Sie Ihre Kammer)

=

Umsatz aus Arbeitsstunden

+

durchschnittlichen Materialeinsatz je Auftrag (fragen Sie Ihre Kammer)

=

Gesamtumsatz

4. Nach dem Marktvolumen in Ihrem Absatzgebiet:

Diese Methode ist etwas komplizierter und erfordert gute Informationen über Ihr Absatzgebiet. Dann gehen Sie wie folgt vor:

Aufzählung

Anzahl der künftigen Abnehmer in Ihrem Einzugsgebiet.

Aufzählung

multipliziert mit den durchschnittlichen Ausgaben je Abnehmer für
diese Branche oder Produktgruppe.

Aufzählung

multipliziert mit dem Kaufkraftniveau Ihres Absatzgebietes zuzüglich Käufe von potentiellen Kunden aus den angrenzenden Gebieten.

Aufzählung

abzüglich Käufe von potentiellen Kunden Ihres Gebietes in den ab-grenzenden Gebieten.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie von den Kammern, den statistischen
Ämtern der Kommunen, des jeweiligen Landes und beim statistischen Bundes-
amt in Wiesbaden; auch einzelne Branchenverbände verfügen über entspre-
chendes Zahlenmaterial.

HINWEIS:
Überprüfen Sie auf jeden Fall die von Ihnen errechneten Umsatzzahlen mit Ihren Erfahrungswerten und Ihrer Marktkenntnis korrigieren Sie gegebenen-falls !

Planen Sie Ihren Umsatz grundsätzlich eher vorsichtig als zu optimistisch !
Die Umsatzplanung sollte für das erste Jahr unbedingt monatliche Werte enthalten !

Die Umsatzplanung enthält Nettowerte, also Beträge ohne Mehrwertsteuer !

... und hier geht es weiter